Digitalität
Was ist Digitalität?
Statt «Digitalisierung» wird oft der Begriff «Digitalität» verwendet. Damit soll auf einen grundlegenden Kulturwandel verwiesen werden, der weit über das rein Technische hinaus geht und in der Schule das Lehren, Lernen ebenso wie Kommunikation, Zusammenarbeit und Schulentwicklung insgesamt betrifft.
Warum sollte sich jede Schule mit dem Thema «Digitalität» auseinandersetzen?
Faktoren
Lernen der Schüler:innen
- Wie müssen Aufgaben gestaltet sein, wenn einwandfreie Texte auf Knopfdruck generiert werden können?
- Wie können wir Schüler:innen dabei begleiten, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtzufinden und diese mitzugestalten?
- Wie verändert sich die Rolle der Lehrpersonen angesichts dieses Kulturwandels?
- Welche Chancen bieten digitale Medien für das selbstgesteuerte Lernen und wie kann deren Ablenkungspotential begegnet werden?
Inhaltliche Ressourcen zum Video:
- SAMR-Modell: https://www.iqesonline.net/bildung-digital/digitale-schulentwicklung/modelle-zur-digitalisierung-von-schule-und-unterricht/das-samr-model/
- iPAC-Framework: https://mebis.bycs.de/beitrag/das-ipac-framework
- 4K: https://www.joeran.de/die-4k-skills-was-meint-kreativitaet-kritisches-denken-kollaboration-kommunikation/
- Blooms Taxonomie: https://de.wikipedia.org/wiki/Blooms_Taxonomie
Mehrebenensystem Schule
- Wer hat relevante Expertise zum digitalen Wandel und wie wird diese eingebracht?
- Welche Rolle hat die Schulbehörde und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?
- Wie sind unsere Supportstrukturen aufgestellt?
- Wie gestaltet sich der Umgang mit Freiheit/Autonomie und Verbindlichkeit/Standards?
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Der ICT-Guide kann als Leitfaden für die Entwicklung eines Medien- und ICT-Konzepts genutzt werden. Dei Schulen können sich an den Mustertexten orientieren, welche mit Hintergrundinformationen und Umsetzungshilfen angereichert sind.
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Der ICT-Coach kann als Nachschlagewerk für Fragen zum digitalen Wandel genutzt werden. Die Website schafft insbesondere im Hinblick auf die technische Infrastruktur und rechtliche Fragestellungen Orientierung.
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Künstliche Intelligenz in der Volksschule: Diese Leitsätze geben einen Orientierungsrahmen zum Insatz von KI-Diensten und unterstützen die Schulen, eine eigene Haltung zu entwickeln.
Prozessgestaltung
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Sensemaking: Das gemeinsames Verständnis des digitalen Wandels wird idealerweise an den Anfang gestellt. Mögliche Fragestellungen sind: Wie verändert sich das Lernen in einer Kultur der Digitalität? Welche Herausforderungen und Chancen sehen wir im digitalen Wandel?
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Zielklärung: Nachdem die relevanten Handlungsfelder identifiziert sind, sollen möglichst konkrete Ziele formuliert werden. Gleichzeitig sollen diese aber genug offen bleiben, um künftige Entwicklungen zu antizipieren.
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Commitment: Damit Entwicklungsvorhaben nicht versanden, braucht es ein Commitment aller Beteiligten und eine verbindliche Prozessgestaltung, welche eine regelmässige Evaluation der erreichten Schritte beinhaltet.
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Konkretisierung: Angesichts der Komplexität des digitalen Wandels lohnt es sich, kleine und ganz konkrete Schritte zu planen. Zu einer agilen Prozessgestaltung gehört auch, dass nicht das ganze Team im Gleichschritt unterwegs ist, sondern dass innovative Gruppen erste Erfahrungen machen und ins Team zurücktragen.
Haltungen und Emotionen
Kooperation und Kommunikation
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Wie und wann gestalten wir unsere Kommunikation analog und digital, synchron und asynchron?
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Welche Tools nutzen wir, um zeit- und ortsunabhängig zusammenzuarbeiten?
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Welche formellen und informellen Kanäle werden genutzt, um unser Wissen zu teilen?
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Wie machen wir unseren Schulalltag für Eltern und Öffentlichkeit sichtbar? Welches Bild geben wir mit unserer Website und unserem Social-Media-Auftritt ab?
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Mit dem Digibasics-Modul Online-Kommunikation & Online Kooperation, kann die eigene Praxis reflektiert und optimiert werden
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Ein hilfreiches Instrument, um die schulische Kommunikation auf allen Ebenen zu analysieren ist das Online-Assessment zur Schulkommunikation der ZHAW.
Rahmenbedingungen
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Was müssen Beteiligte (Schüler:innen, Lehrpersonen, Schulleitung, PICTS etc.) in Bezug auf Sicherheit wissen? Wie müssen sie sich entsprechend verhalten?
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Wie stellen wir sicher, dass der Datenschutz und die Privatsphäre aller Beteiligter berücksichtigt wird?
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Wie läuft der Beschaffungsprozess der Schule für die technische Infrastruktur ab?
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Wie ist der technische Support organisiert?
Individuelle und organisationale Kompetenzen
Für den digitalen Wandel wird ein breiter Fächer von Kompetenzen benötigt. In vielen Teams sind diese sehr heterogen verteilt. Entsprechend individuell müssen die Weiterbildung und der Support ausgestaltet sein. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Pädagogische ICT-Support (PICTS). Neben den spezifisch digitalen Kompetenzen spielen aber auch das Mindset in Bezug auf das lebenslange Lernen, die Auseinandersetzung mit technologischen und pädagogischen Entwicklungen, sowie die Vernetzung mit Communities eine wichtige Rolle für eine Kultur der Digitalität. Für die Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen gibt es ein Kartenset:
Führung
Dynamiken
Angesichts der teilweise sehr polarisierten Haltungen zwischen pauschaler Ablehnung und naiver Euphorie gilt es, die Dynamiken im Team sorgfältig zu beobachten und regelmässig zu thematisieren. Das Verständnis der durch die Digitalisierung hervorgerufenen Transformationsprozesse ist dabei essentiell: Auch wenn man die Entwicklung nicht begrüsst, kann man sich ihr nicht verschliessen. Ein transparentes, gemeinschaftliches und pragmatisches Vorgehen hilft, dass der Prozess vom ganzen Team mitgetragen wird.
Personas können helfen, Dynamiken zu reflektieren: Weitere Informationen
Spielerische möglichkeit, um Dynamiken zwischen verschiedenen Rollen fassbar zu machen:
Gesellschaft
Zentrale Handlungsaspekte: wie kann ich vorgehen?
Standortbestimmung, Vision, Strategie
Keine Schule beginnt in Bezug auf den digitalen Wandel auf der grünen Wiese. Für den Blick in die Zukunft ist deshalb entscheidend, die aktuelle Situation genau zu analysieren: Wo sind wir schon weit? Worauf sind wir stolz? Was bereitet uns Mühe? Wo sehen wir Handlungsbedarf? Als Instrument, um die verschiedenen Faktoren zu erkennen, eignet sich das Kartenset «Kompass für den digitalen Wandel» sowie die zugehörigen Webressourcen (siehe Materialien). Aufgrund der Auslegeordnung können Handlungsfelder identifiziert werden, die wiederum die Grundlage für die Strategie bilden. Es lohnt sich, diese Auslegeordnung mit Personen zu machen, die verschiedene Perspektiven und Expertisen mitbringen.
MIA Kompetenzaufbau
Medien- und ICT-Konzept
Materialien
Kompass für den digitalen Wandel
MIA-Kompetenzaufbau
ICT-Guide und ICT-Coach
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Der ICT-Guide (http://ict-guide.edu-ict.ch) kann als Leitfaden für die Entwicklung eines Medien- und ICT-Konzepts genutzt werden. Die Schulen können sich an den Mustertexten orientieren, welche mit Hintergrundinformationen und Umsetzungshilfen angereichert sind.
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Der ICT-Coach (http://ict-coach.ch) kann als Nachschlagewerk für Fragen zum digitalen Wandel genutzt werden. Die Website schafft insbesondere im Hinblick auf die technische Infrastruktur und rechtliche Fragestellungen Orientierung.
Praxisbeispiele
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